Kirschkuchen mit Pudding

Es gibt Rezepte, die man einmal ausprobiert und danach wieder vergisst. Und dann gibt es Kuchen, die jedes Jahr aufs Neue auf den Tisch kommen, weil Familie und Freunde immer wieder danach fragen. Kirschkuchen mit Pudding gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie. Sobald die Kirschsaison beginnt, weiß ich bereits, welcher Kuchen als Erstes gebacken wird.
Schon als Kind war das mein Lieblingskuchen. Während meine Großmutter die Kirschen entsteinte, durfte ich den Vanillepudding rühren – eine Aufgabe, auf die ich jedes Mal stolz war. Noch heute erinnert mich der Duft von warmer Vanille, Butter und frisch gebackenen Kirschen an diese Nachmittage. Genau deshalb wollte ich dieses Rezept nicht einfach übernehmen, sondern über viele Jahre hinweg so verfeinern, bis es genau die Konsistenz hatte, die ich mir vorgestellt habe.
Das Ergebnis ist ein Kirschkuchen mit Pudding, der wunderbar saftig bleibt, eine cremige Vanillepuddingschicht besitzt und durch die fruchtigen Kirschen eine angenehme Frische erhält. Der lockere Rührteig trägt die Füllung perfekt, ohne schwer zu wirken, sodass jedes Stück genauso gut schmeckt wie das vorherige. Besonders schön finde ich, dass dieser Kuchen nicht nur frisch aus dem Ofen begeistert, sondern am nächsten Tag sogar noch aromatischer wird.
Wenn du klassische deutsche Blechkuchen liebst und ein Rezept suchst, das zuverlässig gelingt, einfach zuzubereiten ist und auch Gäste begeistert, wirst du diesen Kirschkuchen mit Pudding immer wieder backen.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Vorbereitungszeit | 30 Minuten |
| Backzeit | 40 Minuten |
| Gesamtzeit | 1 Stunde 10 Minuten |
| Portionen | 20 Stücke |
| Schwierigkeit | Einfach |
Warum du diesen Kirschkuchen mit Pudding lieben wirst
Es gibt viele Kirschkuchen, doch nur wenige verbinden einen lockeren Rührteig mit einer wirklich cremigen Vanillepuddingschicht. Genau diese Kombination macht dieses Rezept so besonders. Der Pudding schützt den Teig vor dem Austrocknen, während die Kirschen beim Backen ihr volles Aroma entfalten und jeden Bissen angenehm fruchtig machen.
Ein weiterer Vorteil ist die unkomplizierte Zubereitung. Im Gegensatz zu Hefeteig musst du keine Gehzeiten einplanen, und auch ein empfindlicher Mürbeteig ist nicht nötig. Dadurch eignet sich dieses Rezept sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Hobbybäcker.
Besonders gerne backe ich den Kuchen bereits am Vorabend. Über Nacht verbinden sich Vanillepudding, Kirschen und Rührteig noch intensiver miteinander. Am nächsten Tag lässt sich der Kuchen sauber schneiden und schmeckt oft sogar noch besser.
Wenn du fruchtige Blechkuchen genauso liebst wie ich, solltest du dir auch unseren Kirschstreuselkuchen vom Blech ansehen. Die knusprigen Butterstreusel sorgen dort für einen ganz anderen, aber ebenso köstlichen Genuss. Ebenso lohnt sich unser Kirschkuchen vom Blech, wenn du eine besonders schnelle Variante ohne Puddingschicht suchst.
Zutaten
Für den Rührteig
- 300 g weiche Butter
- 220 g Zucker
- 5 Eier (Größe M)
- 500 g Weizenmehl
- 1 Päckchen Backpulver
- 200 ml Milch
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 Prise Salz
Für den Vanillepudding
- 2 Päckchen Vanillepuddingpulver
- 800 ml Milch
- 80 g Zucker
Für den Belag
- 700 g gut abgetropfte Schattenmorellen oder frische, entsteinte Kirschen
- 1 EL Speisestärke
Optional
- Puderzucker zum Bestäuben
Benötigte Küchenutensilien
- Tiefes Backblech
- Große Rührschüssel
- Kochtopf
- Schneebesen
- Handmixer
- Silikonspatel
- Küchenwaage
- Backpapier
Warum dieser Kirschkuchen mit Pudding so cremig wird
Viele Rezepte verwenden nur eine dünne Schicht Vanillecreme. Nach zahlreichen Backversuchen habe ich jedoch festgestellt, dass etwas mehr Pudding den entscheidenden Unterschied macht. Die Creme verbindet sich beim Backen perfekt mit dem lockeren Rührteig und den fruchtigen Kirschen. So entsteht eine wunderbar saftige Konsistenz, die an einen Kuchen aus einer guten deutschen Konditorei erinnert.
Mindestens genauso wichtig ist die Temperatur des Puddings. Ich lasse ihn immer einige Minuten abkühlen, bevor ich ihn auf dem Teig verteile. Ist er noch kochend heiß, vermischen sich die Schichten zu stark. Lauwarmer Pudding sorgt dagegen für einen sauberen Anschnitt und eine gleichmäßige, cremige Füllung.
Mein persönlicher Tipp
Wenn ich Gäste erwarte oder den Kuchen für einen Geburtstag vorbereite, backe ich ihn fast immer am Vorabend. Während der Nacht zieht der Vanillepudding leicht an und verbindet sich noch besser mit den Kirschen. Das Ergebnis ist nicht nur aromatischer – der Kuchen lässt sich am nächsten Tag auch deutlich sauberer schneiden und sieht auf der Kaffeetafel besonders schön aus.
Außerdem serviere ich ihn am liebsten leicht gekühlt, nehme ihn aber etwa zwanzig Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank. So entfalten Vanille und Kirschen ihr volles Aroma und die Puddingschicht wird wieder wunderbar cremig.

Zubereitung
1. Vanillepudding kochen
Zuerst den Vanillepudding zubereiten. Dafür das Vanillepuddingpulver zusammen mit dem Zucker in etwas kalter Milch glatt rühren. Die restliche Milch in einem Topf zum Kochen bringen, anschließend die angerührte Mischung einrühren und unter ständigem Rühren zu einem cremigen Pudding kochen.
Den fertigen Pudding sofort mit Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche abdecken. So bildet sich keine Haut und die Creme bleibt besonders geschmeidig. Während der Pudding leicht abkühlt, gelegentlich umrühren.
2. Rührteig vorbereiten
Butter und Zucker etwa fünf Minuten hell und luftig aufschlagen.
Die Eier einzeln unterrühren und jedes Ei vollständig einarbeiten.
Milch, Vanilleextrakt und Salz hinzufügen.
Zum Schluss Mehl und Backpulver vermischen und nur kurz unterheben, bis ein glatter, lockerer Rührteig entsteht.
Ein kleiner Tipp aus meiner Küche: Sobald das Mehl eingearbeitet ist, höre ich mit dem Rühren auf. So bleibt der Teig besonders locker und der Kuchen bekommt seine feine, saftige Krume.
3. Backblech vorbereiten
Ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen oder leicht einfetten.
Den Rührteig gleichmäßig darauf verteilen und mit einer Winkelpalette oder einem Teigschaber sorgfältig glatt streichen.
Je gleichmäßiger der Teig verteilt wird, desto schöner werden später auch die Pudding- und Kirschschichten.
4. Vanillepudding verteilen
Den lauwarmen Vanillepudding vorsichtig auf dem Rührteig verstreichen.
Dabei möglichst wenig Druck ausüben, damit sich beide Schichten nicht vermischen.
Genau diese saubere Schichtung sorgt später für den typischen Anschnitt, der diesen Kirschkuchen mit Pudding so besonders macht.
5. Kirschen vorbereiten
Die Kirschen gründlich abtropfen lassen.
Mit der Speisestärke vermengen und anschließend gleichmäßig auf dem Vanillepudding verteilen.
Die Stärke bindet überschüssige Flüssigkeit und verhindert, dass der Pudding beim Backen weich wird.
Gerade bei Schattenmorellen aus dem Glas lohnt sich dieser kleine Arbeitsschritt.
6. Backen
Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 40 Minuten backen.
Sobald die Oberfläche leicht goldgelb ist und der Vanillepudding vollständig gestockt hat, den Kuchen aus dem Ofen nehmen.
Jeder Backofen arbeitet etwas anders. Deshalb kontrolliere ich den Kuchen in den letzten Minuten regelmäßig. So bleibt der Rührteig wunderbar saftig.
7. Auskühlen lassen
Den Kuchen vollständig auskühlen lassen.
Auch wenn der Duft verlockend ist – etwas Geduld lohnt sich. Erst nach dem Abkühlen erhält der Vanillepudding seine perfekte Konsistenz und der Kuchen lässt sich sauber schneiden.
Vor dem Servieren nach Belieben mit etwas Puderzucker bestäuben.
Omas Tipps für den perfekten Kirschkuchen mit Pudding
Viele der besten Backtipps stammen nicht aus Kochbüchern, sondern aus der eigenen Erfahrung.
Der wichtigste Trick lautet: Den Vanillepudding niemals kochend heiß auf den Teig geben. Lauwarmer Pudding bleibt cremig und bildet später eine gleichmäßige Schicht.
Ebenso wichtig ist es, die Kirschen gut abtropfen zu lassen. Zu viel Flüssigkeit macht den Pudding weich und der Kuchen verliert seinen schönen Anschnitt.
Ein weiterer Tipp, den ich nie mehr vergesse: Den Kuchen immer vollständig auskühlen lassen. Erst dann entfaltet sich die cremige Konsistenz, für die dieses Rezept so beliebt ist.
Welche Kirschen eignen sich am besten?
Während der Kirschsaison backe ich diesen Kuchen am liebsten mit frischen Süßkirschen. Sie bringen ein intensives Aroma mit und bleiben nach dem Backen angenehm saftig.
Außerhalb der Saison greife ich zu gut abgetropften Schattenmorellen. Ihre leichte Säure harmoniert hervorragend mit dem süßen Vanillepudding und sorgt für einen ausgewogenen Geschmack.
Ganz gleich, für welche Variante du dich entscheidest – wichtig ist nur, dass die Früchte möglichst trocken sind.
Welcher Pudding eignet sich am besten?
Für dieses Rezept empfehle ich klassischen Vanillepudding oder Bourbon-Vanillepudding.
Beide Sorten unterstreichen den fruchtigen Geschmack der Kirschen, ohne ihn zu überdecken.
Schokoladen- oder Karamellpudding verändern dagegen den Charakter des Kuchens deutlich und passen meiner Erfahrung nach weniger gut.
Kann man den Kuchen einen Tag vorher backen?
Ja – und ich empfehle es sogar.
Über Nacht verbinden sich Vanillepudding, Kirschen und Rührteig noch besser miteinander. Dadurch schmeckt der Kuchen am nächsten Tag oft aromatischer und lässt sich deutlich sauberer schneiden.
Gerade für Geburtstage, Familienfeiern oder ein Kuchenbuffet ist das ein großer Vorteil.
Beliebte Varianten
Wenn du etwas Abwechslung möchtest, kannst du das Grundrezept ganz einfach verändern.
Beliebt sind unter anderem:
- Kirschkuchen mit Pudding und Streuseln
- Kirschkuchen mit Vanillepudding vom Blech
- Schneller Kirschkuchen mit Pudding
- Kirschkuchen mit frischen Kirschen
- Kirschkuchen mit Mandeln
- Kirschkuchen mit Quark und Pudding
Wenn du besonders cremige Obstkuchen magst, empfehle ich dir außerdem unseren Käsekuchen mit Erdbeeren. Für Liebhaber klassischer Blechkuchen ist auch der Zitronenkuchen vom Blech eine wunderbare Ergänzung.
Typische Fehler vermeiden
Diese kleinen Fehler können das Ergebnis beeinflussen:
- Vanillepudding zu heiß auf den Teig geben.
- Kirschen nicht gründlich abtropfen lassen.
- Den Rührteig zu lange rühren.
- Den Kuchen zu früh anschneiden.
- Den Kuchen zu lange backen.
Schon wenige Minuten oder etwas zu viel Flüssigkeit können den Unterschied machen.

Aufbewahrung und Haltbarkeit
Gut abgedeckt bleibt der Kirschkuchen mit Pudding bei Raumtemperatur etwa einen Tag frisch.
Anschließend bewahre ich ihn im Kühlschrank auf. Dort hält er sich problemlos drei bis vier Tage und bleibt dank der cremigen Puddingschicht angenehm saftig.
Etwa zwanzig Minuten vor dem Servieren nehme ich ihn aus dem Kühlschrank. So entfalten Vanille und Kirschen ihr volles Aroma.
Kann man Kirschkuchen mit Pudding einfrieren?
Ja.
Am besten den Kuchen portionsweise einfrieren und luftdicht verpacken.
Im Gefrierschrank hält er sich bis zu drei Monate.
Zum Auftauen die Stücke über Nacht im Kühlschrank lagern.
Nährwerte pro Stück
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 330 kcal |
| Kohlenhydrate | ca. 41 g |
| Eiweiß | ca. 6 g |
| Fett | ca. 16 g |
Die Angaben sind Richtwerte und können je nach verwendeten Zutaten leicht abweichen.
FAQ
Kann man auch Kirschen aus dem Glas verwenden?
Ja. Gut abgetropfte Schattenmorellen liefern das ganze Jahr über ein hervorragendes Ergebnis.
Welcher Pudding eignet sich am besten?
Klassischer Vanillepudding oder Bourbon-Vanillepudding passen am besten zu diesem Rezept.
Kann man den Kirschkuchen einen Tag vorher backen?
Ja. Viele finden sogar, dass er am nächsten Tag noch besser schmeckt.
Kann man Kirschkuchen mit Pudding einfrieren?
Ja. Luftdicht verpackt hält er sich bis zu drei Monate.
Wie lange hält Kirschkuchen mit Pudding?
Im Kühlschrank bleibt er etwa drei bis vier Tage frisch.
Das könnte dir auch gefallen
Wenn dir dieser Kirschkuchen mit Pudding geschmeckt hat, könnten auch diese Rezepte genau das Richtige für dich sein:
- Kirschstreuselkuchen vom Blech
- Kirschkuchen vom Blech
- Käsekuchen mit Erdbeeren
- Zitronenkuchen vom Blech
Warum ich dieses Rezept immer wieder backe
Es gibt viele gute Kirschkuchen, aber nur wenige, die ich über Jahre hinweg immer wieder mit derselben Begeisterung backe.
Dieses Rezept verbindet einen lockeren Rührteig, eine cremige Vanillepuddingschicht und fruchtige Kirschen zu einem Kuchen, der einfach immer gelingt. Besonders freue ich mich jedes Mal auf den ersten Anschnitt. Wenn die sauberen Schichten sichtbar werden und der Duft von Vanille und Kirschen aufsteigt, weiß ich wieder, warum dieses Rezept einen festen Platz in meinem Rezeptbuch hat.
Fazit
Kirschkuchen mit Pudding ist ein klassischer deutscher Blechkuchen, der mit seiner Kombination aus lockerem Rührteig, cremigem Vanillepudding und fruchtigen Kirschen begeistert. Er gelingt unkompliziert, lässt sich hervorragend vorbereiten und schmeckt auch am nächsten Tag noch wunderbar saftig.
Ganz gleich, ob für den Sonntagskaffee, einen Geburtstag oder das nächste Familienfest – dieses Rezept sorgt zuverlässig für begeisterte Gäste und gehört für mich zu den Kuchen, die man immer wieder gerne backt.
Rezept zum Ausdrucken








